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Aktuell

25 Jahre Jubiläum Kailashprojekte!

 

Vor 25 Jahren haben wir die Kailashprojekte ins Leben gerufen, zur Hilfe an verarmten Tibetern in Tibet und Indien.

Nur mit der grosszügigen finanziellen und moralischen Unterstützung in all den Jahren durch unserer Gönner, Sponsoren und Paten waren wir in der Lage, unsere Ziele zu erreichen, zuerst für das Tibetan Medical & Astro Institute in Darchen, Westtibet, am Fuss des Heiligen Berges Mt. Kailash und heute für das Kailash Internat in Phuntsokling, Odisha, Indien.

Herzlichst bedanken wir uns dafür!

In diesem Jahr des Silberjubiläums hatten wir vor, dies mit einem fröhlichen Fest zu feiern. Leider hat die Corona Pandemie das verhindert.

Corona Virus Situation im Kailash Internat

Indien ist vom Coronavirus stark betroffen und die Zahlen neuer Fälle steigen weiter stark an, auch im Bundesstaat Odisha. Wir sind natürlich immer im Kontakt mit unserem Kailash Internat. Glücklicherweise blieb die Tibetersiedlung Phuntsokling in der abgelegenen Gegend bisher verschont. Weder unter den Studenten noch bei ihre Eltern ist bisher eine Infektion aufgetreten.

Seit dem 20. März ist die Schule geschlossen und die Studenten bleiben zuhause bei ihren Eltern. Auch die Lehrer sind vom Lockdown betroffen und haben ein Online-coaching aufgebaut, sodass die Zeit für die Studenten nicht ganz verloren bleibt. Alle Studenten wurden mit entsprechenden elektronischen Geräten ausgerüstet, damit auch diejenigen aus den ärmeren Familien mitmachen können.

Der kürzliche Wechsel der Schuladministration zur Sambhota Tibetan School Society, unter dem Erziehungs-departement der Central Tibetan Administration, Dharamsala, hat sich dabei sehr positiv ausgewirkt. Die tibetischen Lehrer der Schule sind sehr motiviert.

Die Schule bleibt nach den jetzigen Regierungs-Richtlinien bis auf weiteres geschlossen. Gerne halten wir Sie über die Situation auf dem Laufenden.

Benutzung der Jungen- und Mädchenschlafsäle zur Quarantäne-Unterkunft:

Aus den anderen indischen Staaten und Distrikten Odishas zurückkehrende Leute müssen zwingend in Quarantäne. Da das Internat durch den Lock-down vorübergehend leer stand, wurde in Übereinkunft mit dem Siedlungsleiter beschlossen, die Unterkünfte der Knaben und Mädchen und des Guesthauses zur Verfügung zu stellen.
Die Siedlungsleitung war dafür sehr dankbar. Die Unterkünfte wurden entsprechend eingerichtet. Insgesamt 35 Leute waren dort zwischen Juli und September untergebracht.

Rundbrief Nr.22, 2020, Tibeter Verein Ngari Korsum Schweiz

Den Rundbrief 22, 2020, finden Sie hier oder zum download im Archiv.

Neues Schulsystem für die Studenten des Kailash-Internats

Der Wechsel der Schuladministration zur Sambhota Tibetan School Society, unter dem Erziehungsdepartement der Central Tibetan Administration, Dharamsala, hat sich sehr positiv auf den Fortschritt der Studenten ausgewirkt.
Da sich die Schule unmittelbar neben dem Internat befindet, haben die Studenten besten Zugang zu den vorhandenen Einrichtungen wie Bibliothek, Computer und Sportanlagen.
Die tibetischen Lehrer der Schule sind sehr motiviert und helfen auch bei den Hausaufgaben. Der Schulleiter hat wiederholt bestätigt, wie wichtig und hilfreich das Internat für die Studenten geworden ist, mit der gesunden und glücklichen Atmosphäre.

Verbesserungen der Infrastruktur

Seit der Übernahme des Internats vor acht Jahren konnten wir die Unterkünfte und die ganze Umgebung entscheidend verbessern. Sichere und saubere Unterkünfte sind in dieser oft von gefährlichen Zyklonen heimgesuchten Gegend äusserst wichtig.

Heute ist die ganze Anlage wie ein schöner Garten mit einer Atmosphäre von Frieden, ein idealer Standort zum Lernen. Die lokalen Leute nennen es heute „Schweizer Grünland“.




Dieses Jahr konnte die sehr staubige und bei Regen oft unpassierbare Zufahrtsstrasse zum Internat ausgebaut werden. Ein neuer Wasserfilter für Trinkwasser und neue Yogamatten wurden angeschafft.

Kailash Internat Phuntsokling, Sponsorbesuch im Januar 2017

Frau Sylvia Billich aus Hilden/Deutschland unterstützt seit vielen Jahren die Kailash Projekte, vor allem durch die Übernahme von Patenschaften. Es ist ihr sehr wichtig, ihre „Kinder“ persönlich kennenzulernen, bevor diese das Internat nach den Abschlussprüfungen verlassen.

Im Januar dieses Jahres besuchte sie ihr Patenkind in Phuntsokling in Odisha/Indien. Über ihre Reise dorthin und ihren mehrtägigen Aufenthalt im Kailash Internat Phuntsokling schrieb sie einen sehr interessanten Bericht:

   

Hier einige Ausschnitte:

Reise nach Phuntsokling, Odisha:
...In Bubaneshwar erwartet uns Jampa, der Fahrer des Camps, um uns nach Phuntsokling zu bringen. Etwa 6 Stunden dauert die Fahrt. Unterwegs erinnert ein Straßenschild „Elephants crossing“ daran, dass der Staat Orissa früher dichter Dschungel war. Es wird zunehmend hügeliger und grüner, die Luft klarer und frischer, denn Phuntsokling liegt auf etwa 1000 m. Ein letztes Abbiegen von der Hauptstraße nach links – und wir sind endlich da! Und auch das Empfangskommitee ist da: Amala, die Hausmutter, Mr. Samdup, der Leiter der Siedlung, Mr. Lekshe, der Heimleiter ( und viel viel mehr, wie ich im Lauf der kommenden Tage merken werde ), der Koch, die Köchin, der Gärtner – wir werden mit Wärme und Herzlichkeit empfangen. Ich freue mich, endlich hier angekommen zu sein! Die gesamte Anlage ist gepflegt, sauber, ruhig und freundlich; Hibiskuspflanzen blühen, Hunde dösen friedlich vor sich hin auf dem Platz vor den Schlafräumen der Mädchen und Jungen, das warme Gelb der Gebäude gefällt mir sehr, und ganz besonders mag ich die gelben Außenwände der oberen Etage des Wohnhauses, die durch einen roten Streifen aufgelockert werden.....

Tagesablauf im Internat:
....Um 5.00 Uhr läutet die Glocke, und bis zum Frühstück sind ihre langen Gebete und religiösen Gesänge durch die offenen Türen und Fenster der „Hall“ zu hören. Frühstück, Unterricht bis zum Nachmittag, nur unterbrochen von einer Essenspause. Nach dem Unterricht duschen sie, waschen ihre Kleidung, tauschen Schulkleidung in T-Shirt und Jeans oder Leggings, putzen ihre Schuhe und haben dann etwa 1 Stunde Freizeit, bevor für die Älteren um 18.00 bzw. 19.00 Uhr der Zusatzunterricht in Englisch und Mathematik beginnt. Aktiv / Passiv ist das Thema der Stunde, an der ich teilnehme, mir als ehemaliger Englischlehrerin sehr vertraut, und noch, als ich längst schon auf meinem Zimmer bin, schallen die durchdringende, fragestellende Stimme des Lehrers und die im Chor gesprochenen Antworten der Schüler herüber: „SVO (Subject, Verb, Object): My mother cooks a meal – A meal is cooked by my mother“. Andere jüngere Schüler sitzen im selben Raum, machen Hausaufgaben bei nicht sehr gutem Licht oder lesen. Während Konchok und ich, bereits bestens von Lekshe mit Tschapati, Gemüse, Yoghurt, Obst und Tee versorgt, im Gästehaus zu Abend essen, hören wir wieder Gebete und Gesang aus der Hall; es ist inzwischen nach 20.00 Uhr. Der Tag neigt sich mit dem Abendessen auch für die Schüler langsam dem Ende zu, und dennoch bereiten sich Chime und einige andere noch auf eine schriftliche Prüfung in Englisch am nächsten Tag vor. ....

Genereller Eindruck vom Internat:
....meine Begeisterung, mein Respekt für all das, was hier in den letzten Jahren geschaffen worden ist. Natürlich hatte ich schon durch die Rundbriefe einige Vorstellungen, aber es ist noch mal eine ganz andere Sache, mit eigenen Augen zu sehen, was hier entstanden ist: gepflasterte Wege, auf denen Schlangen und Skorpione keine guten Karten haben; wunderbare stabile Gebäude, fließendes Wasser, Duschen, Waschbecken und Toiletten drinnen, so dass die Schüler und Schülerinnen nicht, wie früher, bei Wind und Wetter und vor allem nachts erst einmal einen kleinen Fußmarsch machen müssen; Elektrizität; dichte Decken, durch die kein Wasser tropft; Geländer für die Sicherheit; Rasen und Blumen fürs Auge und die Seele. Um all dies zu schaffen, weiterzuentwickeln und zu bewahren, braucht es natürlich Geld, und ich sehe, dass mit den Spendengeldern sehr sorgsam und kompetent umgegangen wird. Unsere Spenden sind hier in den besten Händen. Aber es braucht eben auch Menschen, die sich engagieren, Ideen, Träume, Visionen, Kraft, Energie, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Phantasie mitbringen, die für ihre Ideen „brennen“, die sich in ihrer unermüdlichen Tätigkeit nicht entmutigen lassen, und genau von diesem Geist spüre ich hier viel....

Den ganzen sehr unterhaltsamen Bericht des Besuches finden Sie hier oder zum download im Archiv.

Frau Sylvia Billich hatte bereits in unserem Projekt in Darchen Patenkinder unterstützt und auch besucht:

   

Für ihre langjährige und stets so grosszügige Unterstützung möchten wir uns sehr herzlich bedanken!